19.12.2019

Briefe



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ID: 19457 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 26.01.1884
 

Verehrte Frau!

Nach der Art, wie Bülow demonstrativ Front gegen unsere Anstalt macht, sind wir ihm nicht nur keine Rücksicht schuldig, sondern schulden es unserer Anstalt, ihm in <einem> keinem Puncte zu weichen. Ich habe Stegl & Thomas bereits angezeigt, daß ich unsere Schüler für das Concert nicht interessiren werde, da wir selbst an dem betr. Abend Kammermusik hätten. Ich habe unsere Soirée bereits in der Anstalt angekündigt. Stockhausen, Kwast, Cossmann, Bassermann, ich u. Uzielli wirken mit, und so kann ich nicht glauben, daß Sie unsere Reihen verlassen werden. Es würde mich dies sehr betrüben, ja geradezu demüthigen. Thun Sie mir das nicht an! Es hieße ja geradezu die Unverschämtheit der Gegner ermuthigen.
Mit freundlichem Gruß
Ihr Scholz

26 Jan. 84.

  Absender: Scholz, Bernhard (1392)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
142
 



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