19.12.2019

Briefe



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ID: 19458 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 13.01.1885
 

Verehrte Frau Schumann!

Ich will Breitk & Härtel meine Sinfonie anbieten. Da die Leute das Werk nicht selbst hören konnten, bleibt mir nichts übrig, als mich auf die günstigen Zeitungsberichte zu berufen, – ein sehr zweifelhaftes Argument, wie Sie wissen! – Von großem Werthe wäre es mir dagegen, wenn Sie die Güte haben wollten, den Herren einige Worte über das Werk u. seine Aufnahme zu schreiben; Sie dürften ja ruhig sagen, daß Sie um meine Anfrage bei der Firma |2| wissen. Mir ist natürlich daran gelegen, daß gerade dieses Werk in einem recht achtbaren Verlage erscheine. Wenn es Ihnen aber im Geringsten unangenehm ist, so ziehe ich meine Bitte zurück u. bitte dieselbe als nicht geschehen anzusehen. Die Sinf. wird wahrscheinlich am 30 Jan. in Wiesb. gespielt werden, und ich hoffe, daß Brahms dann dabei ist.
Freundlichen Gruß
Ihres ergebenen
Dr B. Scholz

13 <>Jan. 85.

  Absender: Scholz, Bernhard (1392)
  Absendeort: o. O.
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
164
 



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