19.12.2019

Briefe



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ID: 19584 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 18.11.1894
 

Frankfurt a/Main, 18ten November 1894.

Hochverehrteste Frau Doktor!

Sie und Ihre werthe Fräulein Tochter haben heute die große Güte und Liebenswürdigkeit gehabt, uns in unserem neuen Heim aufzusuchen, uns mit wunderschönen Alpenveilchen in diesem einen Willkommgruß zu spenden. Leider war [sic] meine liebe Frau und ich nicht zu Hause und so kamen wir um die Freude, Sie begrüßen zu können, Ihnen für das <>Zeichen Ihrer so liebenswürdigen Aufmerksamkeit zu danken. Gestatten Sie uns, unseren herzlichsten Dank Ihnen dieser Tage in Ihrem Hause auszusprechen und der Hoffnung Raum zu geben, Sie, hochverehrteste Frau, hier zu sehen. Erhält mir doch ein kunstgewidmetes Haus erst die rechte Weihe durch den Besuch einer Künstlerin, welche wir so innig verehren, wie Sie, welche mir mit Meister Brahms als der lauterste Stern unserer Kunst erscheint. In diesem Sinne dankt Ihnen und grüßt Sie und die werthen Ihrigen herzlichst meine |2| liebe Frau und Ihr Sie aufrichtig verehrender
Anton Urspruch.

  Absender: Urspruch, Anton (1610)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
1076f.
 



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