19.12.2019

Briefe



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ID: 19908 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 26.06.1881
 

Liebe Freundin.
Anbei sende ich Ihnen die 2te Sinfonie. Leider war es mir nicht möglich, auch die Stimmen noch zu corrigiren. Da ich aber morgen auf Urlaub gehe, will ich die Rücksendung nicht länger verzögern. In etwa 8 Tagen komme ich nach Frankfurt; können Sie die Stimmen bis dahin zurückhalten, so nehme ich sie mit nach Giessen, wo ich Zeit und Musse habe, sie gründlich durchzusehen (was recht nothwendig ist, wie Sie aus beiligenden Correcturzetteln ersehen werden, und was in 3–4 Tagen geschehen kann.) – Ich bin wohl ganz von Ihnen aufgegeben, da Sie mir die Bitte, mir von England ein Zeichen zu geben, nicht erfüllt haben? So leicht wird es Ihnen aber nicht werden, mich los zu kriegen, und in 8 Tagen werde ich bei Ihnen vorsprechen. Sollten Sie in dieser Zeit nicht in Frankfurt sein, so bitte ich um Nachricht Adresse Wahnfried, Bayreuth. Dann komme ich in 14 Tagen. Und können Sie dann nicht – in 4 Wochen!
Mit herzlichem Grusse immer treu ergeben
Ihr
Hermann Levi.

München 26.6.81.

  Absender: Levi, Hermann (941)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
849f.
 



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