19.12.2019

Briefe



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ID: 20613 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 15.06.1882
 

Frkf. a/m d. 15 Juni 82

Lieber Herr Kapellmeister,

verzeihen Sie, daß ich erst heute den Empfang Ihrer freundlichen Sendung bestädtige [sic]. Ich war die Zeit her, und bin es noch, enorm in Anspruch genommen, so daß ich auch heute nur wenig mehr als meinen Dank sagen kann. Ich habe die Variationen mit großem Interresse kennen gelernt – Frau von Herzogenberg die bei uns einige Tage war, hat sie mit mir gespielt. Wenn ich für die Verbreitung in der Schule etwas thuen könnte, geschähe es gern, doch, Sie trauen mir da mehr Einfluß zu, als ich habe, es walten da auch Umstände <davon ich [?]> die es mir räthlicher erscheinen lassen, zurückgezogen nur meinen Schülern speciel [sic] zu leben. Doch darüber ließe sich besser mündlich sprechen.
Ich habe unser Haus gekauft, da uns nur die Wahl des Kaufes oder Umzuges blieb – jetzt haben wir nun, um es wieder ganz herzustellen, alles voll Arbeiter, eine höchst ungemüthliche Situation.
Mit herzlichen Grüßen an Sie u. Ihre liebe Frau Ihre Clara Schumann.

Ich hoffe Ihrer Frau hat die Reise recht gut gethan – ich habe mich sehr gefreut, Sie ’mal hier zu sehen.

[Umschlag]
Herrn Kap[ellmeister(?)
Bernhard Scholz.
in
Schreiberhau
(Regbez – Liegnitz)
Schlesien.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Scholz, Bernhard (1392)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
97f.
 



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