19.12.2019

Briefe



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ID: 21013 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 03.06.1880
 

Frkf. d. 3 Juni 1880

Lieber Herr Doctor,

Sie wissen ja, wie sehr ich immer beschäfftigt bin, verzeihen Sie mir daher, wenn ich Ihnen und Ihrer theueren Frau erst jetzt ein Dankeswort für Ihr getreues Gedenken schicke. Wie hätte ich gewünscht Sie Beide bei dem |2| Fest in Bonn zu sehen! es war eine würdige, erhebende Feyer, und wird uns als schönste Erinnerung durchs Leben begleiten. Mein Bruder hat Ihnen gewiß davon erzählt, und wie schön auch das Denkmal gelungen ist! –
Sie schrieben mir gar nichts von Ihrer |3| Frau und Kindern Gesundheit? gehen Letztere wieder an die See? sind Sie jetzt immer in Berlin? oder doch wenigstens mehr als früher? Ihre liebe Frau könnte mir ’mal einen kleinen Bericht senden, damit ich Alles von Ihnen genau wüßte. Sie weiß ja, daß, wenn ich auch nicht antworte, ich Sie Alle |4| treu im Gedächtniß bewahre, und stets in wahrer Anhänglichkeit Ihrer gedenke.
Grüßen Sie all Ihre Lieben und bleiben Sie freundlich gesinnt
Ihrer
aufrichtigen
Clara Schumann.

Führt Ihr Weg Sie ein ’mal nach Frkf.? wäre es, so finden Sie mich stets von 5–6 Uhr zu Haus.
Wir bleiben diesen Monat noch hier.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Fellinger, Richard (444)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 4
Briefwechsel Clara Schumanns mit Maria und Richard Fellinger, Anna Franz geb. Wittgenstein, Max Kalbeck und anderen Korrespondenten in Österreich / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Anselm Eber und Thomas Synofzik / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-015-5
214f.
 

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