19.12.2019

Briefe



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ID: 21041 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 09.12.1884
 

Frankfurt a/m d 9ten Dec. 84.

Liebste Lisl,

ich werde seit ein paar Tagen (seit Marburgs Tod) von Wiesbaden aus gefragt ob Sie nun (resp. Ihr Mann) die Stellung noch annehmen würden, daß ich Sie bitten muß mir kurz zu schreiben ob darauf Hoffnung wäre. – Ich lege Ihnen den eben erhaltenen Brief bei. Beckerraths ließen auch schon wieder anfragen. Scholz schrieb mir auch deshalb u. meinte, daß ein frischer tüchtiger Künstler viel Gutes wirken könnte. Sehen Sie dies sonderbare Zusammentreffen mit Ihrer Berliner Angelegenheit als einen Wink des Schicksals an. – Eine Dirigententhätigkeit scheint mir auch Ihres Mannes ganzem Naturell angemessner als eine Lehrerstelle in Berlin. Jedenfalls würde man, falls Sie geneigt, Ihnen den Antrag machen. – Nur bitte um Antwort ob man dies <>also unterstützen soll. Erbitte mir den Brief von Linde zurück.
Herzl. Gruß von Ihrer recht viel Schmerzen leidenden sehr betrübten
Clara Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Herzogenberg, Elisabeth von (691)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
565
 



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