19.12.2019

Briefe



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ID: 21051 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 26.08.1891
 

Salzberg d. 26 Aug 91.

Liebste Lisl,

eben war mein Brief an Sie fort, da kam der Ihre, Liebe, der mich wahrhaft erquickt hat, nach welchem ich am liebsten gleich zu Ihnen geflogen wäre! – Haben Sie Dank, Sie Liebe, Gute. Wie froh bin ich, daß es Ihnen so gut geht. Sie schreiben aber nicht, ob wir Sie auf irgend eine Art sehen können? das liegt mir sehr am Herzen! – Zu meinem Schrecken sah ich, daß ich meinen Brief nicht richtig francirt habe Sie haben ihn doch erhalten? ich glaubte Heiden sey badisch und nun müssen Sie noch für mein so unbedeutendes Geschreibsel Strafe zahlen. Verzeihen Sie es!
Das mit Oertel hat mich wegen der armen Lucky, die er sehr schlecht gefunden, sehr erschreckt. Ich habe es Eugenie gleich mitgetheilt. Ich kann nicht <>mehr, habe heute schon so viel geschrieben. – Die Gesänge von Brahms sind sehr schön, fein, geistreich, anmuthig! –
Ade, liebe theuere Lisl. Grüße dem lieben Kleeblatt. Clara.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
Absendeort: Berchtesgaden Obersalzberg , Pension Moritz
  Empfänger: Herzogenberg, Heinrich u. Elisabeth von (2429)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 15
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit den Familien Voigt, Preußer, Herzogenberg und anderen Korrespondenten in Leipzig / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller, Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2016
ISBN: 978-3-86846-026-1
764f.
 



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