19.12.2019

Briefe



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ID: 21056 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 14.06.1893
 

Liebe Frau von Holstein,
recht lange schulde ich Ihnen Dank für die freundliche Bemühung, deren Sie sich meinethalben unterzogen. Ich kann nun nach Ihren Mitteilungen beruhigt sein. Ich schrieb an Frau Schneider. Unter uns gesagt, fände ich eine Stiftung für junge Studierende nützlicher als ein Denkmal, das ja doch für alle Zeit duch seine Werke besetzt ist. Meinen Sie nicht auch? Sie könnte es ja Schumann=Stiftung nennen, wenn Sie den Komponisten ehren will. - Herzogenberg ist ganz wie verschollen für mich, ich will ihm nächstens schreiben, bin schon lange in seiner Schuld. Ich habe eben doch immer viel zu tun und darf doch nicht anhaltend arbeiten! Sie haben aber Nachsicht mit mir, liebe verehrte Frau, Sie wissen ja, daß nicth Vergessenheit es ist, wenn ich schweige.
In treuester Gesinnung
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Holstein, Hedwig von, geb. Salomon, Hedwig (734)
  Empfangsort: Leipzig
 



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