19.12.2019

Briefe



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ID: 21061 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 02.02.1882
 

Frankfurt d. 2 Febr.
Lieber, verehrter Freund!
Herzlichsten Dank für Ihre so freundlichen Bemühungen, die ich Ihnen so gern erspart hätte, wenn es möglich gewesen wäre, aber bitte, lassen Sie mich noch durch eine Correspondenzcarte Ihre Auslagen wissen, da ich ja leider dieselben nicht persönlich berichtigen kann. So gern ich Sie einmal wieder begrüsste und so sehr mich jetzt die Genoveva lockt, so ist doch die Reise von hier nach Dresden eine so anstrengende und auch für 2 Personen kostspielige, und dabei Zeit raubende, dass ich meinem Herzenswunsche Einhalt thun muss. Ich würde eine Woche gebrauchen, müsste hier eine Woche Stunden nachgeben, etc. Ich freue mich aber sehr, dass die Oper so schönen Erfolg gehabt hat, und hoffe, dass sie sich in so weit auf dem Repertoire halten wird, dass man sie immer von Zeit zu Zeit mal wieder hervorholen wird. In den Dresdener Blättern steht, die Intendanz habe mich eingeladen – dies ist nicht der Fall gewesen.
Tausend Grüsse Ihnen und Ihrer lieben Frau, und nochmals Dank.
In treuer Freundschaft
Ihre
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Hübner, Julius (747)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 6
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Eduard Bendemann, Julius Hübner, Johann Peter Lyser und anderen Dresdner Künstlern / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Renate Brunner, Michael Heinemann, Irmgard Knechtges-Obrecht, Klaus Martin Kopitz und Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-017-9
655f.
 



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