19.12.2019

Briefe



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ID: 21127 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 06.01.1893
 

Frkf. d. 6 Jan. 93
Liebes Fräulein Malwine,
ich hätte schon wieder geschrieben, habe aber eine so starke Erkältung (Grippe) daß ich halbe Tage lang im Bett lag. Jetzt gehts besser, aber ich werde noch lange nicht hinausdürfen, wegen der Lunge. Ihre Nachrichten waren nicht die gewünschten, aber doch auch nicht beunruhigend. Gott sey Dank ist kein Fieber da, das wäre doch das Schlimmste. Ach, ich hoffe zuversichtlich, daß Mathildens gute Natur ihr bald wieder aufhilft. Muthen Sie sich nur nicht zu viel zu, gehen Sie besonders alle Tage eine Stunde spatzieren, in’s Freie, das hilft den Nerven besser, als alles Andere. Ist Ihnen auch nicht darnach zu Muthe, so zwingen Sie sich – man kehrt doch erfrischt zurück, hat man ’mal Luft geschöpft. Sie müssen sich schon für Mathilde schonen. An Diese das Herzlichste u. bitte, bald wieder eine Karte!
Ihre treue Clara Sch.

Fraeulein Malwine Jungius.
Berlin.
173, alte Jacobstr.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Jungius, Malwine (2476)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 14
Briefwechsel Clara Schumanns mit Mathilde Wendt und Malwine Jungius sowie Gustav Wendt / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-86846-025-4
298f.
 



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