19.12.2019

Briefe



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ID: 21128 Brieftext


Geschrieben am: Montag 09.01.1893
 

Frankfurt a/M. 9. 1. 93.
Liebes Fräulein Malvine,
Mathilde soll sich ja nicht um mich beunruhigen, es geht mir wieder viel besser, nur huste ich noch stark; aber ich beunruhige mich recht um sie, wie ernst muß die Krankheit sein, daß Sie noch immer die Eisumschläge anwenden müssen. Daß sie kein Fieber hat, giebt einem allerdings auch wieder Beruhigung; ich freue mich, daß Sie spazieren gehen, bleiben Sie nur sehr dabei, es wird Sie wesentlich stärken u. Sie brauchen Kräfte des Körpers und der Seele. Bitte bald nur eine Karte wieder. – Die Schulmädelgeschichten habe ich gelesen, sie haben mir aber nur teilweise gefallen. Doch genug & nur noch herzlichste Grüße an Sie Beide. Wie wird es mit Ihren Stunden werden. Sorgen Sie sich nur nicht zu viel!
Ihre Cl. Sch.

Fräulein
Malwine Jungius
Berlin
Alte Jacobstr. 173

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Jungius, Malwine (2476)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 14
Briefwechsel Clara Schumanns mit Mathilde Wendt und Malwine Jungius sowie Gustav Wendt / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-86846-025-4
299f.
 



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