15.07.2019

Briefe



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ID: 21132 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 28.12.1895
 

Liebste Mathilde,
herzlichsten Dank für Ihre guten Wünsche, und die lieblichen Blumen, die ganz frisch auf meinem Schreibtisch prangen. – Leider haben wir das Fest nicht ungetrübt genossen. Marie war zwar unten beim Aufbau, aber sie hat sich doch in den paar Tagen (am 1ten Feiertag hatte wir alle Sommerhoffs bei uns, auch Borwick, der mich besuchte, heute aber schon wieder in Berlin ist) mehr zugemuthet, als ihr gut war, ebenso ich, die ich immer noch sehr am Magen leide. Sie sehen, sehr froh können wir das neue Jahr wohl kaum antreten, selbst unsere theuere Eugenie ist am Magen leidend, und medicinirt, ist aber doch sonst frisch u. munter. Nun, der Himmel wolle uns Allen gnädig sein, und uns im Sommer wieder zusammenführen.
Getreu Ihre
Clara Schumann.

D. 28 Dec. 95

Ihre neuralgischen Schmerzen gehen hoffentlich bald fort – die Kälte ist schlimm bei diesen Leiden. Sein Sie nur recht vorsichtig, gehen Sie nie auf den Vorplatz ohne Tuch über dem Kopf.

[Umschlag]
Fraeulein
Mathilde Wendt.
Berlin.
173 alte Jacobstraße.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Jungius, Malwine (2476)
  Empfangsort:
  SBE: II.14, S. 356
 

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