19.12.2019

Briefe



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ID: 2135 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 04.01.1853
 

Geehrter Herr,

Es hat sich gefügt, daß kurz vorher, ehe ich Ihren Brief erhielt die Stimmen der Ouverture zu Julius Cäsar an die Musikhandlung von C. F. Peters abgingen. Er wird sie Ihnen, nach Vorzeigung dieser Zeilen, gewiß gleich ausliefern. Auch die Partitur ist dabei. Da aber bei Peters nur einfache Quartettstimmen liegen, so habe ich hier eine Anzahl Doubletten beigelegt. Es kann mir nur eine Freude sein, Ihrem vortrefflichen Orchester mein Werk zur Aufführung zu überlassen. Am liebsten wäre ich selbst dabei gewesen. Doch wird sich der Plan eines Besuches in Leipzig, den wir vorhaben, wahrscheinlich noch um einige Zeit verschieben.
Den Hrn. Concertmeister David bitte ich gleichfalls von mir zu grüßen und ihm zu sagen, daß ich seinen Wunsch, den er in derselben Angelegenheit schon früher an mich gerichtet, nicht vergessen und deshalb vor ein paar Tagen an Hr. MD. Gade geschrieben hätte.
Mit Hochschätzung
Ihr
ergebener R. Schumann.

Düsseldorf, d. 4ten Januar 1853.

[BV-A, Nr. 2171:] C. Grenser Leipzig [Bemerkung:] Mit Doubletten zur Ouverture zu J. Cäsar.

  Absender: Schumann, Robert (15143)
  Absendeort: Düsseldorf
Empfänger: Grenser, Carl (12917)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
444ff
 



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