15.07.2019

Briefe



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ID: 21625 Brieftext


Geschrieben am: Montag 10.05.1880
 

Frkf. a/m d. 10 Mai 1880
Herzlichsten Dank, liebes Fräulein für den herrlichen Kranz, den Sie mir nach Bonn gesandt. Aber, sollte ich nicht zürnen, daß Sie so prachtvoll gesticktes Band beigefügt? ich hätte ohne Dasselbe ja dieselbe Freude gehabt, und nicht das Bedauern Ihrer großen Mühe! – Ich habe den Kranz selbst auf das Grab gelegt – die Feyer war erhebend, und Alles, auch die Concerte herrlich! – Sie haben wohl darüber gelesen? ich schicke Ihnen die Rede am Grabe muß Sie aber um Rücksendung bitten. In der Presse hier stand auch ein recht schöner Bericht, in vielen Blättern wohl, freilich auch manches Unrichtige, z. B. ich sey in tiefer Trauer erschienen, was durchaus unwahr ist – ich hätte dies sehr gesucht gefunden, ich gehe aber immer schwarz, das führte zu dem Irrthum. Ich bin furchtbar beschäftigt, daher nur noch herzlichste Grüße für Sie Beide
von Ihrer Cl. Sch.

Welch ein Unglück hat den armen Radecke betroffen! Ach, warum?

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort:
  SBE: II.14, S. 66f.
 



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