19.12.2019

Briefe



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ID: 21633 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 22.06.1882
 

Frankf. a/m d. 22 Juni 1882.
Liebes Fräulein,
herzlich erfreut ’mal wieder von Ihnen zu hören theile ich Ihnen mit, daß wir bis zum 10ten July hier in Frankf. bleiben, dann nach Gastein gehen. Wir haben sehr großen Arbeiter-Trubel im Hause – ich habe dasselbe nämlich gekauft, und lasse nun allerlei repariren ect. ect. wäre dies nicht würde ich Ihnen anbieten auf Ihrer Durchreise nach Carlsruhe bei uns ein wenig zu rasten, aber wir haben jetzt selbst kaum einen Raum in dem wir uns ungestört aufhalten könnten. Vielleicht aber übernachten Sie jedenfalls in Frankfurt und Sie dann zu sehen wird mich herzlich freuen.
Wir wollen später etwas an die ital Seen, die ich noch nicht kenne, und werden dann wohl kaum vor Mitte Octbr. zurückkommen.
Sonst geht es gut bei uns, nur leide ich viel an rheumatischen Schmerzen, in den Armen besonders, und hoffe sehnlich auf gute Wirkung von Gastein.
Seyn Sie mit Ihrer lieben Freundin6 herzlich gegrüßt von
Ihrer
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 14
Briefwechsel Clara Schumanns mit Mathilde Wendt und Malwine Jungius sowie Gustav Wendt / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-86846-025-4
78f.
 



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