15.07.2019

Briefe



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ID: 21634 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 01.10.1882
 

Frankf. d. 1 Octbr. 82
Tausend Dank, liebes Fräulein für Ihren lieben doppelten Geburtstagsgruß! aber, sollte ich nicht zanken, daß Sie Ihre Ihnen so knapp zugemessene Zeit mit Arbeiten für mich verwenden? ich kenne Ihre Gesinnung für mich, und ein herzliches Wort zuweilen macht mir ja dieselbe
Freude. Reizend ist aber Ihre Arbeit, und drücke ich Ihnen dankbarst die Hand dafür.
Wir sind vor wenig Tagen wieder hier eingetroffen, u. geht es uns gut bis auf die Muskelschmerzen i. d. Armen, die ich wohl kaum mehr los werde. Da heißt es resigniren lernen, das macht mir schwere Kämpfe.
Grüßen Sie dankend auch Ihre liebe Freundin und glauben Sie mich stets Ihre aufrichtig ergb
Clara Schumann.

Nach Berlin kann ich leider nicht kommen trotz mehrfacher Aufforderung v. Rudorff, auch Wolff – natürlich käme ich nur für Ersteren, dem ich es so lange versprochen.
Für Ihre Nachrichten schönsten Dank auch – leider konnte ich nur so kurz schreiben, habe zu Viel auf mir und besonders jetzt!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort:
  SBE: II.14, S. 79ff.
 



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