19.12.2019

Briefe



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ID: 21692 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 21.04.1888
 

Frankf. d. 21 April 1888
Liebes Fräulein
nur einige Worte als Antwort auf Ihr liebes Schreiben.
Die Kleider möchten wir für dieses Mal doch beim Schneider gemacht haben – später können wird dann ja, wenn wir Zeit haben hier die Neuen machen lassen. Marie bittet nun, die jetztigen [sic] Kleider so viel länger machen zu lassen, daß man sie nächstes Jahr verlängern kann. In den Ferien schickt ihr Marie ihre anderen Kleider, damit sie Diese noch abträgt, natürlich wenn sie f. d. Zeit die Schule verläßt. An Frl. v. B. schreibe ich nächstens, wenn Sie mir nur alle Monate eine Nachricht geben, das ist genug! Julie schreibt doch auch selbst, und so ein Schulleben verstreicht ja sehr gleichmäßig! – Um Bericht von Seiten der Vorsteherinnen6 bitte ich dann nur alle ¼ Jahr.
Ich möchte, Sie wären gestern hier gewesen – ich spielte im Quartett Brahms’ 2te Violin-Sonate – es war solch ein Enthusiasmus, daß wir die Wiederholung des 2ten Satzes zugeben mußten. Diese ist doch wieder ein wunderbar schönes Werk.
Leben Sie wohl, liebes Fräulein – ich bin in großer Eile, wollte aber wegen der Kleider mit der Antwort nicht zögern.
Herzlichst für Alles
dankend Ihre
Cl. Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 14
Briefwechsel Clara Schumanns mit Mathilde Wendt und Malwine Jungius sowie Gustav Wendt / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2011
ISBN: 978-3-86846-025-4
170f.
 



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