15.07.2019

Briefe



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ID: 21720 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 18.09.1889
 

Baden-Baden d. 18 Septbr: 89 Park Hôtel.
Liebes Fräulein,
nur einige Worte wärmsten Danks für Ihre lieben Worte und das schöne fürsorgliche Geschenk. Ich möchte Sie wären am 13ten hier gewesen, es
war ein bewegter und aber beglückender Tag für mich durch die Theilname so vieler Freunde, und selbst Fremdstehenden! Auch die verschiedenen Auszeichnungen haben mich sehr erfreut, natürlich in erster Reihe die Medaille, dann die Thelegramme von der Kaiserin und Königin, sowie der Kaiserin Friedrich, und sonstigen hohen Herrschaften. Besonders ergriffen war ich durch einen herrlich duftenden Morgengruß der Großherzogin von Baden mit einem sehr herzlichen Briefe.
Sie können denken, was ich zu thun habe, die nächsten Monate werde ich zur Erledigung vieler Briefe gebrauchen, da ich Diese ja nur langsam zu beantworten im Stande bin.
Marie ist gestern fort, ich bin zu meine Kinder [sic] Sommerhoff in’s Hôtel gezogen – leider ist es sehr kalt, und ich möchte, ich könnte nach Haus, muß aber meiner lieben Hausmutter etwas Ruhe gönnen! –
Ade, liebe, gute Frl Wendt, sagen Sie etwas a. d. Briefe an Julie, der ich wohl noch lange nicht werde danken können. Inliegende Zeilen Ihrer lieben Freundin, und nochmals innigsten Dankesgruß von
Ihrer
treu ergebenen
Clara Schumann.

Die so allerliebsten Sachen der Fellinger folgen unter Kreuzband.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden Parkhotel
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort:
  SBE: II.14, S. 215ff.
 



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