15.07.2019

Briefe



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ID: 21810 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 01.08.1886
 

Franzensbad d. 1 Aug. 1886.
Liebes Fräulein,
herzlich dankend für Ihre lieben Zeilen nehme ich es dankbar an, wenn Sie mir in Berchtesg. eine Besorgung machen wollten. Ich möchte nämlich ein Pianino miethen, aber Keines um darauf zu musiciren, sondern nur meine Correcturen zu machen, es braucht also nur ein spielbareskein besonders gutes Instrument zu sein. Fänden Sie nichts, so bäte ich Sie um ein Wort nach München „Hôtel Marienbad“, ich würde dann suchen in Reichenhall Eines zu bekommen. In München denken wir am 5ten d. M. einzutreffen, bleiben dort wohl einen Tag, u. kommen Sonnabend, wahrscheinlich spät, nach B. wo ich mir in Bellevue ein Zimmer bestellen will. Sonntag Morgen ziehen wir dann hinauf – leider kann ich Herzogenbergs nicht sehen, muß warten, bis sie mich oben besuchen.
Wir stecken in großer Arbeit, wieder einmal (mündlich theile ich es Ihnen mit) – darum diese flüchtigen Zeilen. Kommen Sie ja nicht hinunter, da ich durch den Querstrich mit Herzogenberg’s gar nicht bestimmen kann, wenn [sic] ich komme – ich glaube wir werden erst um 7 oder 8 Uhr Abends ankommen, u. dann wird es zu dunkel f. Sie zurück.
Mit herzlichem Gruße an Sie Beide
Ihre
alt ergeb
Clara Schumann.

Meiner Eug. einen Gruß, wenn Sie sie sehen.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Franzensbad
  Empfänger: Wendt, Mathilde (1688)
  Empfangsort: Obersalzberg
  SBE: II.14, S. 126f.
 



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