15.07.2019

Briefe



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ID: 22176 Brieftext


Geschrieben am: Montag 30.06.1890
 

[Rohübertragung]
Frankfurt a/M
d. 30 Juni 1890.

Geehrtester Herr
Doctor,

ich gebe nicht dem
Gis den Vorzug allein,
sondern {u}ich weiß daß
es Gis sein soll{/u}, und
erinnere mich sogar
daß mein Mann
mich einmal mit
behaglichem Lächeln
fragte, ob mir diese
Note nicht {u}gefalle{/u},
//
das war, als er mir
die Lieder (Myrthen)
schenkte; dann erinnere
ich mich, wie er einmal
außer sich war als
ein Begleiter das Gis
wegließ, das ja gerade
den Uebergang von
dem Adur nach dem
Asdur so zauberhaft
macht! Nein,
es ist kein Zweifel
am Gis - ich
möchte es nicht missen.
//
Für Ihre freundliche
Sendung herzlichsten
Dank. Ich stehe
im Begriff der
Abreise, sende Ihnen
daher noch flüchtigen
aber dankbarsten
Gruß mit welchem
ich bin
Ihre
ergeb
Clara Schumann.
//
[Eingangsvermerk: 1890.
Frankfurt a/M. den 30/6.
Clara Schumann.]
P.S.
Sonderbar, ich stand
gerade im Begriff
eine kleine Notiz
über dies Gis in
die Signale zu
bringen, kam aber
im Drange vieler
Arbeiten nicht
dazu, werde es
aber wohl thuen,
später, auch noch
einer andren
Stelle halber, wo die
Leute immer streiten,
ob sie richtig sei!

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Abraham, Max (3)
  Empfänger-Institution: Peters, C. F.
Empfangsort: Leipzig
 



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