15.07.2019

Briefe



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ID: 22186 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 05.03.1890
 

[Rohübertragung]
Frankfurt a/M
d. 5 März 90

Lieber geehrter
Herr Doctor,

nun kömmt end-
lich mein Zettel,
zaghaft lege ich ihn
bei, denn er ist
eigentlich {u}erschreckend{/u}.
Ihr gütiger Brief
mit der Aufforderung,
recht viel zu wählen,
//
gab mir den Muth
einige Wünsche von
jeder unserer un-
bemittelten Schülerinnen
einzuholen, und so
wurde es so Viel!
Meine Töchter haben
sich auch Einiges
gewählt, und {u}ich{/u}
möchte für mich
Mendelssohn's Lieder [Notiz des Verlages: 1774a]
u. Duetten in der
Original-Ausgabe
(ich meine die {u}Original-
Tonarten{/u}) erbitten
//
da ich sie nicht besitze.
Sollten Sie das erste
Stück aus Op: 40 Suite
v. Grieg einzeln gedruckt
haben, so bitte ich Sie,
mir Dieses beizulegen,
da ich es, außerdem,
daß es sehr hübsch ist,
außerordentlich nützlich
finde, und es gern
meinen Schülern Allen
studiren ließe, wenn
es eben einzeln zu
haben ist.
Haben Sie doch
ja die Güte mir
die Musikalien
unfrankirt zu senden.
//
[Eingangsvermerk: 1890
Frankfurt, den 5/3.
Clara Schumann.]
So sage ich Ihnen
denn im Voraus
wärmsten Dank
und zeichne mich
wie immer
Ihre
ganz ergebene
Clara Schumann.

P.S: Warum erscheinen
die Fingerübungen a.d.
Czerny'schen Schule von mir
nicht mehr in Ihrem Verlag?

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Abraham, Max (3)
  Empfänger-Institution: Peters, C. F.
  Empfangsort: Leipzig
 



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