15.07.2019

Briefe



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ID: 22199 Brieftext


Geschrieben am: .1-.1892
 

[Rohübertragung]
Geehrtester Herr Doktor,
Noch ist es nicht Weihnachten,
nur ich komme schon im
Voraus, Ihre Güte in Anspruch
zu nehmen. Sie wissen vielleicht,
daß ich meine Stellung hier
aufgegeben habe aus Gesund-
heitsrücksichten, und nun
hat meine älteste Tochter [Anmerkung: Marie Schumann] eine
eigene Klasse für Klavier-
spiel, Theorie und Solfeggio-
Chorgesang eröffnet. Sehr dank-
bar wäre ich Ihnen, wür-
//
den Sie uns aus Ihrem Verlage
das Album für Frauenchor
herausgegeben von Julius
Stern Partitur und drei
Exemplare Stimmen zu-
kommen lassen. Ich bitte
aber, nicht zu frankiren.
Ich selbst beteilige mich an
dieser Klasse, indem ich ab
und zu, wenn meine Kräf-
te es erlauben, Unterricht
erteile.
Ich hoffen, meine Zeilen tref-
//
fen Sie in guter Gesundheit
und zeichne mich wie im-
mer
Ihre
dankbar ergeb
Clara Schumann.
//
Geehrtester Herr Doktor,
Zu meinem Schrecken sehe
ich, daß ich aus Versehen einen
Brief an die Herren Breitkopf
& Haertel an Sie gesandt habe
und bitte Sie nun dringend,
denselben an die Herren zu
schicken. Verzeihen Sie die
Confusion, die ich angerichtet.

Nochmals freundlich
grüßend
Ihre Clara Sch.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort:
  Empfänger: Abraham, Max (3)
  Empfänger-Institution: Peters, C. F.
Empfangsort: Leipzig
 



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