19.12.2019

Briefe



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ID: 22249 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 23.04.1850
 

Lieber Brendel,
Der Kopf kann und darf nicht so bleiben. Ich protestire dagegen. Warum thut der Setzer nicht, wie man ihm gesagt? Warum incommodirt er mich zum zweitenmal? Also: Er soll zu den Ueberschriften: Musikalische – Jugend ganz einfache Schriften nehmen, diese mehr in die Höhe bringen, und mehr Text von der 2ten Seite auf die 1ste Seite nehmen – also umbrechen.
Auf der Beilage habe ich das Raumverhältnis ungefähr angegeben. Sodann muß er die dicken Querstriche herausnehmen, und gewöhnliche hineinsetzen. Die Spatien zwischen den einzelnen Aphorismen müssen überall gleiche Größe haben. Dies bedeuten Sie dem Setzer denn, und schicken mir in jedem Falle bitte ich eine letzte Revision. Gegen die Ausgabe in der jetzigen Gestalt protestire ich wie gesagt. Es sieht aus wie ein Bauernrecept – nicht wie was Künstlerisches, über das man lange genug nachgedacht.
Ihr
R. Sch.

  Absender: Schumann, Robert (14753)
Absendeort: Dresden
  Empfänger: Brendel, Franz (261)
Empfangsort: Leipzig
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
314
 

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