19.12.2019

Briefe



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ID: 22359 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 15.06.1877
 

D. 15 Juni 1877.
Liebe Frau Spitta
es war mir so leid Ihren Besuch verfehlt zu haben, und so muß ich Ihnen denn hierdurch Lebewohl sagen, da wir gar zu sehr noch beschäftigt sind. – Es war mir neulich Abend so herzlich leid auch, nicht zu Ihnen kommen zu können, Sie haben es aber gewiß natürlich gefunden. Der Verlust dieses Kindes ist für meinen Schwiegersohn ein ganz entsetzlich harter, das Kind war ein selten begabtes, und sein großer Trost in all der Leidenszeit, die er seit dem Tode seiner Frau verlebt. Volklands schreiben heute, sie hoffen immer noch auf Ihr Kommen nach Spinabad, das so recht wie für einen Gelehrten gemacht ist. Einsamkeit und gar nicht theuer 4 ½ Frs pro Tag. Ich hoffe leider nicht viel mehr, vielleicht aber entscheiden Sie sich doch noch?
Nehmen Sie denn meine besten Wünsche mit dem verehrten Mann und Kindern, auch von meinen Kindern, und glauben Sie mich stets
Ihre
herzlich ergeb
Clara Schumann.

[Umschlag]
Frau
Dr M. Spitta
Berlin
10, Hohenzollernstrasse
III Stock.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Spitta, Mathilde (2992)
  Empfangsort: Berlin
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 18
Briefwechsel Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1856 bis 1896 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-055-1
572f.
 

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