15.07.2019

Briefe



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ID: 23006 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 28.04.1894
 

Wien, den 28. April 1894.

Liebe Clara,

es freut mich ungemein, daß Dir die Lieder nicht unbehaglich sind, und da doch noch hübsch daran korrigiert ist, auch noch einige von den besten fehlen, so darf ich hoffen, daß Du sie um so lieber gedruckt wiedersehen wirst. Ich möchte Dich jetzt nicht drängen, aber - ich warte doch recht sehr darauf! Deswegen möchte ich denn auch ergebenst, wie Figura zeigt

[eine auf den Knien liegende Heuschrecke]

bitten, daß Du die Sendung jetzt Stockhausens wegen nicht aufhältst. Er hätte jetzt zudem nicht viel davon, und es dauert ja nicht lange - da kann er hoffentlich in die Noten sehen und dazu singen, wenn Du sie ihm spielst.

Ich habe sehr viel Besuch; jeden Tag kommt ein anderes Ehepaar. Ich wäre auch schon in Ischl und wartete eigentlich auf die Lieder, die ich noch vorher an Simrock schicken möchte, was von hier geschehen muß - der Texte wegen, zu denen ich allerlei Bücher gebrauche.

Also danke ich schon im voraus und bedaure, daß Ihr Euch immer selbst abmüht mit dem Packen!

Herzlichste Grüße

Deines

Johannes.

  Absender: Brahms, Johannes (246)
Absendeort: [Wien ?]
  Empfänger: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Empfangsort:
 



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