15.07.2019

Briefe



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ID: 23242 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 03.10.1879
 

Frankfurt, den 3. Oktober 1879.

Lieber Johannes,

fürerst will ich, bevor ich wieder ans Geschäftliche gehe, Dir danken für Deinen Brief, wenngleich derselbe im Anfang wohl etwas unwirklich klingt. Leider muß ich nun heute doch wieder mit Bedenken kommen, und zwar die Nummern in den Noveletten betreffend.....

Wozu revidieren wir, wenn wir nicht nach unserer Überzeugung Mißverständnisse beseitigen, fragliche Stellen berichtigen wollen? Andernfalls wäre ja jeder sonst geübte Korrektor genügend! -

Ich muß Dich doch 'mal um eine Karte bitten, denn, scheuete mich auch gar nicht dieser Änderung und der Verantwortung, so möchte ich es doch nicht gern tun, wenn Du es durchaus mißbilligest! -

Eben erhalte ich Anzeige Deines Violinkonzertes und, schon, Deiner Sonate. Wie freut mich das! -

Ich erwarte von Härtels jetzt eine Erklärung über die Herausgabe der Schumann-Werke (jetzt schon). Ich glaube, daß sie sich manches käuflich aneignen.

Nun für heute adieu! Zürne nicht

Deiner alten

Clara.

Ich bin enorm beschäftigt, daher so flüchtig heut'.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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