15.07.2019

Briefe



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ID: 23253 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 11.03.1880
 

Frankfurt, den 11. März 1880.

Lieber Johannes,

hier sende ich Dir Härtels Brief - mit der Sonate haben sie große Eile, aber besser ist es doch, der Anfang (2., 3. Satz) erscheint zugleich mit allem andern, und ich bitte Dich, ihnen das klarzumachen, ich kann es ja so schlecht. Aber 146, Variationen für 2 Klaviere, können sie wohl jetzt drucken und die frühere Bearbeitung einmal später, oder bist Du auch hier dafür, daß beide Bearbeitungen zusammen erschienen? Dann schreibe es ihnen doch auch, bitte. Also Königsberg wirst Du ein Publikum finden, das Dir gefällt. Du schreibst mir doch nächstens, wann Du über hier kömmst? Könnte ich mich doch besinnen, wann ich Dir das Geld wiedergegeben habe? Die 100 M. von dir erhielt ich, auch der Schirm ist mit uns zurückgewandert.

Du sendest mir wohl den Härtelschen Brief gelegentlich zurück.

Neues gibt es gar nichts hier, die Konzerte hören nach und nach auf, ich aber habe mich noch zu einer Soiree hier im April bereden lassen, da ich nur einmal den Winter hier gespielt. In Basel war es nett - im Quartett spielte ich Dein Quintett mit großem Beifall und zu meiner größten eigensten Freude.

Leb' wohl! Dich mit dem Härtelschen rief inkommodieren zu müssen, tut mir leid, ich sehe aber keinen anderen Weg.

Wie immer herzlich grüßend

Deine

Clara.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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