15.07.2019

Briefe



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ID: 23294 Brieftext


Geschrieben am: Dienstag 01.04.1884
 

London, den 1. April 1884.

Lieber Johannes,

für Deinen schönen Bericht neulich will ich Dir doch danken, ehe ich von hier gehe. Ich habe mich sehr gefreut, daraus zu ersehen, daß es Dir in Frankfurt behagt hat, die Frankfurter haben sich nach ihrer Weise aber auch angestrengt, und verdienen wohl eine kleine Anerkennung.

Mit dem glänzenden Diner mag es aber so arg nicht gewesen sein; wir hörten so etwas von einem Fisch, mit dem es nicht ganz richtig war!!! - Wir rüsten nun ernsthaft zur Rückreise, und geht alles bis zu Ende gut, so bereue ich die Reise nicht. Von solch 'ner Aufnahme, wie sie mir hier geworden, wieder gestern abend und jedesmal, wenn ich austrat, könnte ich Dir keine Beschreibung machen. Solche Anhänglichkeit und Anerkennung freut einen doch! -

Von Herzogenbergs hatte ich, Gott sei Dank, gute Nachrichten, sogar von ihr selbst. Das wäre ja doch gar zu traurig, wenn sie jetzt nicht in ihr Häuschen könnten!

Herzlichen Gruß noch, Glück und Freude auf die italienische Reise und auf baldiges Wiedersehen!

Deine alte Clara.

Am 15. April hoffe ich zu Haus zu sein.

Marie grüßt schönstens.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: London
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 

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