15.07.2019

Briefe



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ID: 23355 Brieftext


Geschrieben am: Montag 23.12.1889
 

Frankfurt a./M., den 23. Dezember 1889.

Lieber Johannes,

einen herzlichsten Weihnachtsgruß muß ich Dir senden, kann es auch mehr nicht sein, da diese Tage immer gar mühselige für mich (und viele andere auch) sind! -

Ich habe Dir noch nicht einmal für Deinen lieben letzten Brief gedankt, brachte er auch eine Täuschung, so trug ich doch die Freude über einen Teil desselben lange mit mir herum. Nun höre ich aber heute, daß man an Dich telegraphieren wollte, wegen Deinem Hierherkommen zur Emoll-Symphonie, so wäre denn doch wieder Hoffnung, und mit Spannung sehe ich weiteren Nachrichten entgegen. Laß mich durch eine Karte wissen, ob und wann Du kömmst - unser Fr mdenzimmer[sic] steht bereit, und des herzlichsten Willkomm bist Du ja stets gewiß!

Ich hoffe, Du feierst diese Tage recht gemütlich - wohl bei Fellingers? Grüße diese, oder Anna Franz? Dann auch diese! -

So denn, vielleicht auf baldiges Wiedersehen, in alter treuer Gesinnung

Deine

Clara.

Die Töchter grüßen und wünschen schönstens und Schönstes.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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