15.07.2019

Briefe



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ID: 23358 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 27.02.1890
 

Frankfurt, den 27. Februar 1890.

Lieber Johannes,

ich antwortete nicht gleich auf Deine Freudenbotschaft, weil ich sofort an Heermann (aber wie von mir aus den Gedanken wegen Trio im Quartett äußernd) schrieb. Dieser hat meine Zeilen gleich an die Herren des Museums geschickt, und warte ich nun der Antwort, die ich Dir natürlich sofort mitteile. Ich bin hocherfreut, daß Du selbst nun auch noch Freude an Deiner Umarbeitung hast, und danke Dir für den sehr netten Brief von H., den ich hier wieder beilege. Ihr habt doch andere Leute in Wien, als wir hier! So einer begeistert sich doch noch! Bitte, laß mich nun aber vor allem wissen, wann das Konzert in Köln ist - es ist etwas schwierig damit, weil es dort auf Donnerstag, hier auf Freitag fällt. - Ich hatte mit dem Kuvert etwas Malheur, riß ein Stück von dem Briefe von H. ab, wie aber, weiß ich doch nicht, fand auch das Stück nicht. Verzeihe!

Eben empfing ich wieder eine Trauernachricht eines lieben Freundes, Litzmann, die mich tief betrübt. So geht einer nach dem andern, und es wird Zeit - doch, ich will nicht klagen, mir bleiben ja immer noch die Töchter, meine Schutzgeister! Leb' wohl! Auf Wiedersehen und Hören - wie freut sich darauf

Deine alte Clara.

Ich laboriere immer noch an der Influenza.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Frankfurt am Main
  Empfänger: Brahms, Johannes (246)
  Empfangsort:
 



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