19.12.2019

Briefe



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ID: 24227 Brieftext


Geschrieben am: Sonntag 22.10.1865
 

Baden-Baden d. 22 Octbr 1865.
Verehrtester Herr,
die Programme kann ich hier nicht drucken lassen; ich weiß ja gar nicht die Abfassung wie sie in Frankfurth üblich ist. Haben Sie daher die Güte Dieselben in Frankfurth drucken zu lassen, und Alles (Saal, Anfangsstunde ect.) auf meinem Ihnen geschickten Programm zu ergänzen. Dasselbe wird wohl noch ’mal abgeschrieben werden müssen für den Drucker. Sie haben es doch gefunden? ich hatte es den Billeten beigelegt. |2| Daß ich mit dem Billet-Verkauf Ihnen Umstände bereiten mußte thut mir leid, ich bin aber Herrn Henkel seit Jahren verpflichtet, und hätte ihn entschieden gekränkt, hätte ich ihn umgangen.
Sie erhalten hierbei noch 300 Saal-Billets und noch für die obere Gallerie. Ich glaubte Sie würden sie doch nicht brauchen, darum sandte ich weniger. Uebrigens ist das eine mißliche Sache, wenn die Plätze im Saale nicht nach der Reihe verkauft werden, da kann es leicht passieren, daß 3–400 Menschen da sind, |3| und es doch leer aussieht. Nun, ich muß das Ihrem Gutdünken überlassen, und danke Ihnen sehr, daß Sie sich so freundlich allen Mühen unterziehen.
Mit freundlichstem Gruße zeichne ich mich
Ihre
ganz ergb
Clara Schumann.

  Absender: Schumann, Clara, geb Wieck, Clara (3179)
  Absendeort: Baden-Baden
  Empfänger: Hartmann, Philipp (11843)
  Empfangsort: Frankfurt am Main
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 16
Robert und Clara Schumanns mit Bernhard Scholz und anderen Korrespondenten in Frankfurt am Main / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Anselm Eber / Dohr / Erschienen: 2020
ISBN: 978-3-86846-027-8
793f.
 



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