25.02.2022

Briefe



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ID: 26622
Geschrieben am: Montag 05.03.1838
 

Wien, d. 5. März 1832
Liebe Frau,
mein Gesichtsschmerz macht mir viel zu schaffen und hindert mich, lange im Bette zu liegen u. Besuche zu machen, desto mehr habe ich Zeit an dich zu schreiben. Unser F. L. setzt alles in Bewegung und nun steht wieder die Jugend der Clara im Wege. Man will der Sache aus geheimen Gründen vielleicht ausweichen, wahrscheinlich, weil sie eine Ausländerin ist und nun ein Heer von Inländerinnen dasselbe Gesuch stellen würden u. – man ist hier sehr difficil u. das mit Recht – um desto mehr hätte es bei Clara zu bedeuten. Übrigens hilft es der Clara nichts mehr, denn es ist die letzte Reise. Das Gefühl, nicht fort zu können, Clara’s Widerspruch u. Eigensinn, die unendlichen Lasten des Concertgebens u. meine Angst dabei, mein Unwohlseyn pp kann ich nicht mehr ertragen und gehen wir nicht nach London u. Petersburg, wo wir d mit großem Künstlerneid zu kämpfen haben und übrigens noch mit der Sprache, und geben da auch Lektionen, so können wir nicht Riesenhaftes verdienen. Was helfen uns hier unsere Haller Ducaten und viele Säcke 20xr und sächsische Species – es geht ja alles wieder fort, was sind hier 1000 Th, 20 xr. Wir brauchen täglich 8 Th für gewöhnlich und 300 Th hat Clara schon zu Handschuh, Kleidern u. Schuhen erhalten. Gestern stand in der Wiener politischen Zeitung: „die Tonkünstlerin Dem. Clara Wieck hat den auf sie entfallenden dritten Theil der Einnahme bei der am 20. Febr. d. J. im k. k. Hoftheater nächst dem Kärtnerthore gegebenen musikalischen Abend im Betrage von 319 Th 30Xr der k. k. Polizei-Ober-Direktion zur Vertheilung an die Armen der k. k. Haupt- und Residenzstadt übergeben.
Indem die Polizei-Ober-Direktion diesen Betrag ungesäumt der beabsichtigten Widmung zuführt, findet sie sich bestimmt, diese menschenfreundliche und edle Handlung zur öffentlichen Kenntniss zu bringen.“ Mittag: Eben ein Brief von F. L. daß Minister Collowrat befiehlt, daß wir morgen halb 1 Uhr vor ihm erscheinen sollen. – Eine Satire auf Clara’s Neider hat Vesque’s Bruder gemacht – die ist einzig schön – er muß sie uns geben.
d. 6. Gestern bei der Sophie – alle waren wieder da u. viel Diplomatie. Denke Dir, der Fürst S. hat 2 Tage darnach, als Clara die Armen beschenkte, denselben 1000 Th C. M. geschickt, es stand gestern auch in der Wiener Zeitung. Derselbe, was ich garnicht wußte, hat nicht nur Stein, Hartenstein u. Lösnig in Sachsen, sondern auch hier in der Steiermark große Eisenwerke – war 10 Jahr in Stuttgart österreichischer Gesandter, pp.
d. 7. Ein Schreck, den ich gestern Nachmittag hatte, hat wohlthätig gewirkt, ¾ meiner Schmerzen sind weg u. ich habe diese Nacht leidlich geschlafen. Die Witterung ist furchtbar u. besteht in 8-10 Grad Wärme, Nebel u. Regen. Die Donau ist glücklich auf u. das Eis geht gut von statten ohne zu großes Wasser. Jetzt lies die Fortsetzung dieses Briefes von Clara im beiliegenden u. dann lies erst bei mir weiter auf der andern Seite. Thue es ja nicht anders – Du mußt es beschwören, wenn wir nach Hause kommen.
d. 8. März, früh 7 Uhr. Die Sieben ist die heilige Zahl unserer Familie – ich gehörte zu 7 Jungen – meine Frau wird mir noch 2 Kinder schenken, damit ich 7 habe – Clara hat d. 7. März gestern zum 17. mal gespielt – ihr letztes Opus ist 7 – wir wurden am 7ten gestern zu Collowrat beschieden, um uns anzuzeigen, daß der Kaiser von Oesterreich sie zur K. K. Kammervirtuosin in Gnaden ernannt, um sich anzureihen an 7 bester Kammervirtuosen, sie sind: Paganini, Thalberg, Merk, Maiseder, Pasta, Tachinardi, Luzer! Der Minister versicherte, (zunächst haben wir es ihm zu danken, nachdem 7 Fürsten, 7 Gesandte, 7 Grafen u. 7 Kammerfrauen und Oberhofmeisterinnen seit 7 Wochen daran gearbeitet) daß es ohne Beispiel sey u. vielleicht nie wieder vorkommen würde weil sie eine Ausländerin und noch zu jung sey u. zu protestantisch. Wir haben heute der Form wegen ein Gesuch an den Kaiser noch einzureichen. Collowrat hat ihm vorgestern die Vorstellung darüber gemacht. Er hat gutmüthig, wie er immer ist, und gnädig geantwortet, wenn es der Clara angenehm ist und sie es ernstlich wünscht, so will ich eine Ausnahme machen u. erwarte ihr Gesuch. – Mein Kind – ich habe aber mehr als 7 Thränen der Rührung geweint. Welch‘ ein Empfehlungsschreiben ist das. Mehr Lection für unsere pp Klavierneider, die mein ganzes schönes Streben, woran ich mein Leben gehangen, am Pranger gestellt? In Demuth haben wir es ertragen u. immerfort gestrebt – hier ist der Lohn, hier die Antwort an Fink, Rellstab, Miltitz – Ihr habt lange u. viel geschrieben, über meine Tochter nichts. Habe ich nicht mit Recht immer die Clara beruhigt – „gedulde dich“? Sie hat den höchsten Titel, es ist der höchste Schutzbrief für ganz Europa. Sie wird selbst fühlen, wessen Standhaftigkeit daran schuld ist. Wären wir in Wien, wenn ich nicht viele Knoten zerhauen? Und siehe – ich bin nun auch gestiegen – nun bin ich Kammerdiener geworden, und Du? denke nach „Kammerdienerin“. – Das war eine Aufnahme bei Colowrat? Sprich meinem Freunde Pohl mein Beileid aus, und er soll sich bereit halten zu den Frühspaziergängen, wonach ich mich sehr sehne. Wir werden nun auf uns beschränkt seyn. Wir reisen nun wahrscheinlich über Grätz, Salzburg nach München u. werden in Grätz einmal spielen. Wir kaufen keinen Wagen, es ist zu kostspielig u. sind wir einmal in München, so haben wir in Baiern ja gut reisen. Vielleicht gehen wir doch noch nach Pesth, da die Dampfschiffahrt bald angehen wird. Clara hat von diesem Titel außerordentliche Vortheile, wenn sie reisen will – mündlich mehr.
d. 9. März Zweite musikalische Akademie der Clara Wieck im Hofoperntheater – wiederum bei überfülltem Hause – mehrere 100 Menschen mußten wiederum fortgehen. – Dieser erbärmliche Italiener, der Palucchino will Clara nur noch einmal spielen lassen, statt daß er sollte fortfahren, 2 mal alle Wochen bis Ostern spielen zu lassen so hätte er 6000 Th. u. wir doch 2000 Th. Denke Dir. er mißgönnt uns diess so, daß er lieber auf das seinige verzichtet u. nun müssen wir am Ende doch noch ein Concert im großen Universtitätssaal geben, wofür ich mich ungeheuer fürchte – aber der Aufenthalt bis Ostern kostet uns ja noch 400 Th C. M. Laß es Mendelssohn sagen: Clara fing an mit seinem Capriccio – es wurde von der Kapelle trefflich begleitet und dies gefiel so (es ist ein sehr strenges musikalisches Publikum im Theater, wenn Clara spielt, zur Hälfte u. zur Hälfte sehr kalt, nämlich ein Ballet Publikum, was kein Ballet beklatscht, weil es alles viel besser gesehen hat u. er giebt allemal die schlechtesten Ballette dazu, welche durchgefallen sind – heute Oberon) daß unter fortwährendem Donner Clara 4 mal gerufen wurde. Mendelssohn braucht unsere Vertretung freilich nicht, aber freuen muß es ihn doch, sein Capriccio im K. K. Hoftheater zu Wien vor einer entsetzlichen Menschenmasse, so daß auch nicht ein Plätzchen im ganzen Hause mehr war, mit solchem Erfolge u. so schön aufgeführt zu wissen. Denke Dir, Mendelssohn lebt jetzt schon in aller Munde u. seine Gegner schweigen – alle Blätter sind voll seines Lobes. Das sind Erfolge? Auf 600 Menschen verliessen sogleich das Haus, als Clara fertig war um 8 Uhr. Clara blieb u. sah sich das Ballet bis 10 Uhr an und mich verführte Hauser, Lachner u. Jansa ins Kaffeehaus zu gehen bis nach 1 Uhr. Lachner macht mir so eine erbärmliche Beschreibung von der Musik u. der Armuth in München, daß ich sehr schwanke, ob ich nicht den nächsten Weg über Prag zurückgehe u. lieber Pesth u. Grätz besuche. Doehler hat bei dem ersten Concert zugesetzt u. bei dem zweiten bei vollem Saal 200 Th Reingewinn das ist 110 RL übrig gehabt, da hat ihn die ganze Stadt angeschrieen, daß er schnell forteilte. Die Kapelle hätte ihn garnicht gespielt, wenn nicht Lachner gewesen wäre. Der ist aber jetzt hier u. hat auch München fürchterlich satt – er kann keine Abonnementsconcerte mehr zusammen bringen und der König thut garnichts für Musik.
d. 11. Du fragst, warum ich über unser Glück schweige? Weil das Patent noch nicht in unseren Händen u. Clara so lange noch zweifelt, weil noch Cabalen dazwischen kommen könnten. Wie wird die Universität nun die Clara auszeichnen? Sie wird am Ende als Studentin aufgenommen. Nun wird die Witterung besser u. trockener u. heute wollen wir noch Schönbrunnen, u. dort speisen mit Tomaschek. Diese Woche spielt nun Clara Mittwoch im Theater, bei Gräfin Banffy Donnerstag, Freitag bei Madame Wolther für 10 Ducaten u. über 8 Tage im Universitätsconcert. Gestern Abend spielte sie mit Merk ein Duo bei Vesque, schlich sich aber fort, als sie Solo spielen sollte. Die Hitze war zu groß u. der Menschen zu viele; er gab Sachen aus seiner Oper – es war alles Eitelkeit – Clara sollte nur da seyn. – Einige Vortheile von Clara’s Erhebung: I. Wird sie jährlich in dem Hofkalender des Kaisers mit aufgeführt und als Wiener Bürgerin betrachtet. II. Bekommt sie aus der Staatskanzlei von Metternich Empfehlungen wann u. wohin sie will. III. Wird sie in allen Ländern als Oesterreichische Unterthanin betrachtet u. steht überall unter dem Schutz des Oesterreichischen Gesandten, der ihr auch im Nothfall Vorschüsse macht. IV. Kann nach Wien ziehen, wann sie will, ohne daß die Polizei den geringsten Anstand nimmt. V. Wird jedesmal, wenn sie nach Wien kommt, nach Hof eingeladen – muß aber kommen, wenn sie der Hof zu den Hofconcerten einladet, wozu sie aber das Reisegeld bekommt. Ich setze hinzu: wird überall auf Händen getragen u. in besseren Staaten gar. – Hierbei endlich die kurzen Notizen über Clara. Schumann möchte sie in seiner Zeitung abdrucken (verändern oder erweitern was er will) mit dem Zusatz aus N. 24 der Wiener Zeitschrift 1838. Dieser Wittauer ist ein grober hypochondrischer Mensch und hat uns nicht 1 Exemplar davon gegeben, sondern Uffo Horn hat es uns mit vielen Bitten verschenkt. Diese kleine Duodez Zeitung wird aber weder hier noch auswärts gelesen, u. doch wollen alle Menschen etwas von der Clara wissen. Schumann möchte mir daher von dem Satze 60 Exemplare ohngefähr auf ein Quartblatt abziehen lassen u. mir 30 davon durch Fischoff mitzuschicken. Besorge dies ja gleich – ich werde alles bezahlen. Carl Filtsch hat mir schon manchen d. h. 10 Stunden Ducaten zugewendet, und ich kann nur einen Ausspruch thun. Sein musikalischer Feuergeist, seine fortwährende thätige Fantasie, sein musikalisches Auffassungsvermögen, seine Zerstreutheit, seine vernachlässigte Mechanik u. Applicatur u. dabei die Eitelkeit, immer in Gesellschaften etwas vorspielen zu wollen, was leider durch seine Umgebung genährt wird, stehen mit meiner Ansicht, ihm nur wenigstens eine leidliche Mechanik anzubilden, um nur zum Theil das wieder geben zu können, was er fühlt u. denkt, in solchem directen Widerspruch, daß ich mich zu alt u. nicht kräftig genug fühle, diese ungeheure psychologische Aufgabe zu lösen und besorge, ich könnte seinem musikalischen Genie Eintrag thun, und dabei alle meine übrigen Geschäfte vernachlässigen. Bei Clara war das ganz anders, denn sie war im 7ten Jahre bereits musterhaft mechanisch ausgebildet: der Junge spielt freilich alles, spielt der Clara die Harpeggien – Etüde, Hexenchor, Henselts Etüden pp nach, aber wie? Das ist garnicht zu ertragen.
d. 16. Das waren 2 kalte Tage – heute ist es etwas wärmer. Wir haben Hagel gehabt. Sonnabend treffen wir mit Gott in Grätz ein u. bleiben bis zum 28., also schreibst Du nach Empfang dieses Briefes, so kannst Du adressieren „an Clara Wieck K. K. M. in Grätz, abzugeben bei dem Herrn Doctor J. Schweighofer“ – schreibst Du später, wie ich aber gesagt „München poste restante“.
d. 17. Unser Entschluß ist gefaßt: übermorgen geht es fort in Gottes namen. Heute 1 Uhr hat die Clara noch das Glück, daß die hohe Kaiserin sie noch einmal bei sich sehen will – also die Gnade einer Audienz. Sie hat sie bei der Fußwaschung unter 3-4000 Menschen bemerkt u. sich über ihre Andacht gefreuet. Das soll auch wirklich außerordentlich rührend u. feierlich gewesen seyn. – Liszt spielt bei Hofe u. hat auch keine Empfehlungen wie wir – hat Manches gegen sich, aber das Talent dringt durch, u. er ist Ungar u. sie doch Königin von Ungarn. Bei der Novello wurde es abgemacht, daß sie in ihr Concert ging – aber in der Kammer bei ihr zu spielen, dazu gehört mehr. Die englische Sängerin aus München ist angekommen mit Vater, Mutter, Schwestern, Bedienten, Kammerjungfer. Nun, die kommt zu rechten Zeit – das thut’s. Jetzt ist hier nichts mehr zu machen – Liszt beschließt. Er giebt den Montag noch ein Concert für sich u. wollte es mit der Clara zusammen geben. Sie sollte à 4 m. u. für 2 Pfte mit ihm spielen – aber wir gehen – wir müssen fort. Wir sind zufrieden, ihn, diesen liebenswürdigen Künstler so kennen gelernt zu haben. Du kannst denken, wie oft wir mit ihm zusammen sind! Er componirt für Clara ein Concertstück u. wird es ihr dediciren. Das musikalische Auffassungvermögen dieses L. grenzt doch wirklich an’s Unglaubliche. Wenn dieser richtige Erziehung erhalten u. sich u. seine Kräfte bezähmen u. beherrschen könnte, so könnte ja Niemand mehr spielen nach ihm – weder Clara noch Wörlitzer. Daß Henselt seine Kompositionen jahrelang üben kann, zeige, meinte er, durchaus ein sehr beschränktes Talent an.
d. 18. früh Gestern Abend 12 Uhr spielte Clara bei der Pereira (wo wir plötzlich in ihrer gewöhnlichen Nachtsoirée erschienen) den Galopp à 4 m. mit Liszt. Sie hat also bei dieser angefangen u. aufgehört. – Also d. 20. reisen wir ab. Was haben wir aber noch zu thun. Gestern Abend spielte auch Clara noch einmal den Carneval vor Rettich’s u. der Cavalcade u. dem Fürst, der von der Reise wieder zurückgekehrt. –
Die Witterung ist wieder abscheulich – ewiger Wind u. sehr kalt. Clara ist höchst gnädig von der Kaiserin entlassen worden u. war lange bei ihr. Das ist noch keiner Künstlerin widerfahren. Also die Heirath der Sophie Kaskel geht zurück, wie wir eben erfahren haben. Mich freuet es um des Mädchens willen – die paßt nicht für Heidelberg.
d. 19. Gestern haben wir also Liszt im Concert gehört! Das muß für einen Klavierspieler unvergeßlich seyn. Obschon das Publikum von seiner Puritanerfantasie nur die Hälfte – von seinem Teufelswalzer nur ¼ u. von der sogenannten Etüde eigentlich noch weniger verstand, so brachte doch das Concerstück von Weber, was er trefflich, zwar sehr schnell, aber außerordentlich geistreich, orginell u. schöpferisch vortrug – der Ernst des Concerts und seine überaus künstlerische Erscheinung, verbunden mit der höchsten unglaublichsten Beherrschung aller möglichen Mechanik, den stürmischten Beifall hervor. Wer könnte seine Erscheinung als Concertspieler beschreiben? Nachdem er in dem 1. Stück den Erhard des Thalberg vernichtet, spielte er die Fantasie auf einem C. Graff, sprengte 2 Messingsaiten, holte sich selber den 2ten C. Graff in Nußholz aus dem Winkel u. spielte seine Etüde, nachdem er wieder 2 Saiten gesprengt, noch einmal, nachdem er laut zum Publikum sagte, „sie wäre ihm nicht gelungen, er würde sie noch einmal spielen“. Als er auftrat, warf er mit Vehemenz seine Handschuh u. Schnupftuch auf die Erde vor’s Clavier. – Gestern spielte Clara ihm noch seine Fantasie u. Schumanns Carneval vor u. er ihr mehrere arrangirte Lieder von Schubert. Heute spielt sie ihm ihr Concert noch – Abends gehen wir mit zum Haslinger, wo er das B dur Trio spielt, u. Clara muß mit ihm seinen Galopp spielen. – Es war das merkwürdigste Concert unseres Lebens – er wird nicht ohne Einfluß auf Clara bleiben – u. daß sich Clara nichts von seinen vielen Unarten u. Sonderbarkeiten angewöhnt – dafür sorgt ein alter Schulmeister. Man möge alles thun, um ihn hier zu behalten. – Es fehlt hier ein genialer Klavierspieler. Auf den Montag spielt er Hummels Septett. Nun Adieu, Gott mit uns – Morgen Mittag reisen wir ab. Wenn Du diesen Brief erhältst, sind wir schon in Grätz. Die Kälte u. Wind ist ungeheuer. Schreibe nach München. Meine Kinder küsse ich – ich hatte noch einen Brief von Dir erwartet. Ueber Liszt mündlich. Schreiben ist vergebens.
Dein Friedrich W.

  Absender: Wieck, Friedrich (1709)
  Absendeort: Wien
  Empfänger: Wieck, Clementine (1708)
  Empfangsort:

  Standort/Quelle:*)
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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