Lieber Schumann,
Obgleich ich Dir eigentlich nichts positives zu schreiben habe, H Dr Härtel mit Deiner Conzert-Angelegenheit noch nicht im <> Reinen ist, will ich doch nicht unterlassen Dir auf Deine Aufforderung einige Worte zu schreiben. Am Dienstag soll die Aufführung der „Rose“ sein und ich werde mein Möglichstes thun sie so gut als es die Mittel erlauben herauszubringen. Wenn Du übrigens sagst daß die Chöre leicht sind so hast Du dabei Deinen guten Düsseldorfer Sing-Verein als Probirstein angelegt, für unsere schwachen Mittel sind sie nicht leicht, besonders da keine Thomaner dabei sind. Die müßten wir bei der öffentlichen Aufführung in Deinem Conzerte jedenfalls haben, auch mit der Besetzung der Solostimmen müßte eine Aenderung vorgenommen werden, bis auf Behr u. Schneider die <> auch ihren Partiehen gewachsen sind. Doch über alles das werden wir bald ausführlich sprechen können und Du weißt ja: daß alles was ich thun kann Dir behülflich zu sein, <> gerne geschieht. Die Tempos habe ich mir nach dem Metronom verschiedene Male durchprobirt. <und> Heute ist die letzte Chorprobe, morgen Orchesterprobe übermorgen die Aufführung; Alles freut sich darauf. - Herzliche Grüsse an Deine liebe Frau, wir freuen uns aufs baldige Wiedersehen und hoffentlich viel-Beisammensein. Was sagst Du denn zu Jenny und Otto? Ich wundre mich über gar nichts mehr. - Hast Du irgend noch was für mich zu besorgen zum Conzert so schreib es mir, ich helfe mit Freuden. Also auf baldiges vergnügtes Wiedersehen.
Dein
F David
Leipzig d 29t Febr. 52.
[BV-E, Nr. 4405:] F. David. [Versand:] fr. [beantwortet:] NB. X
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