19.12.2019

Briefe



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ID: 2822 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 15.04.1853
 

Hochgeehrtester Herr Doctor!

Sie erlauben mir wohl eine bescheidene Aussage. Wie ich gelesen haben Sie zu Pfingsten ein großes Musikfest. Da Sie nun doch dazu wahrscheinlich mehrere fremde Musiker brauchen, so erlaube ich mir, Sie zu fragen und zugleich ergebenst zu bitten, wenn es möglich ist, mich dabei mitwirken zu lassen. Wir sind 17 Jahre nicht in Düsseldorf gewesen und ich möchte gern einmal mit meiner Frau (welche eine geborene Düßeldorfer ist) die dortigen Verwandten und Freunde besuchen. Könnten Sie mir gütigst für Reiseentschädigung ein Honorar von 20 Thaler auswirken, so würde ich mit großen Vergnügen das Musikfest mitmachen und zu den Proben einige Tagen zuvor ankommen. Wollten Sie mir daher gefälligst bald schreiben, ob und wann ich mich dazu einzuwirken hätte? Der Vetter Pfund läßt Sie und Ihre Frau Gemahlin herzlich grüßen und läßt Ihnen sagen, daß sein Schwager, der Archidiacorus in Bischofswerda im Januar gestorben sei! Um Entschuldigung wegen obiger Bitte und Anfrage bittend verharrt und mit größter Hochachtung

Ihr
Ganz ergebenster Diener
Fr. Diethe. Oboist.

Leipzig den 15ten April 1853

Sr. Wohlgeboren
Dem Herrn Dr. Robert Schumann
Musikdirector
in
Düsseldorf
franco

[BV-E, Nr. 4682:] Diethe. [beantwortet:] + [Versand:] fr.

  Absender: Diethe, Johann Friedrich (367)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
359f.
 

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