25.02.2022

Briefe



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ID: 2904
Geschrieben am: Donnerstag 03.12.1840
 

Dresden d. 3t Decbr. 40.
Obgleich ich Ihnen offen gestehn muß, mein werthester Herr Doctor, daß ich der Meinung bin, ein Mann, der mit solcher Feigheit und solchem Dünkel auftritt, wie Hh. Schindler, der da glaubt, weil er um Beethoven war, er sei nun selber ein zweiter Beethoven, ein solcher Mann könne nicht oft und darb genug erinnert werden; so muß ich und will ich dennoch recht gern es Ihrer bessern Einsicht überlassen, was Sie von den ersten Gegenständen wegzulassen für gut finden. Doch möchte ich Sie dann höflichst bitten mittelst weniger Worte es dem Aufsatzte [sic] vorher zu bemerken, daß Sie etwas u. was Sie weggelassen haben. Von da an aber, wo das auf Weber Bezügliche anfängt, möchte ich aber recht sehr bitten, bis ans Ende gar nichts wegzulassen. Es ist zu verwundern, daß über diesen Gegenstand noch nicht eine einzige Stimme laut geworden ist, daher mag das Wenige aus meiner schwachen Feder ganz ungescheut auftreten, bis sich ein Düchtigerer der Sache Webers besser und gewichtiger annehmen wird, als ich es kann.
Mit größter Hochachtung
Ew. Wohlgeb
ergebener
F. W. Biering

  Absender: Biering, Woldemar (206)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
570

  Standort/Quelle:*) PL-Kj, Korespondencja Schumanna, Bd. 11 Nr. 1744
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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