19.12.2019

Briefe



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ID: 3015 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 30.06.1852
 

Hochverehrtester Herr Doctor!

Dürfte ich mir wohl erlauben in einer für mich nicht unwichtigen Angelegenheit Sie um Ihren freundlichen Rath und Beistand zu bitten. – Es ist mir aus einem Orte in der Rheingegend (nahe bei Köln) eine wie es scheint recht acceptable Offerte zugegangen. Die Aufgabe ist: 2 Singvereine (einen Männer- und einen gemischten Chor) zu leiten und von Zeit zu Zeit Proben mit einem Orchesterchen zu halten, wofür 200 rh. fixum jährlich ausgesetzt ist. Andere 2-300 rh wären durch Musikunterricht zu ermöglichen. Das Städtchen oder was es ist heißt: Burscheid. Ohngefähr im August müßte man die Stelle antreten. Vorläufig habe ich allerdings bereits bereits zugesagt. Das Comité verlangt nur schließlich noch einige Zeugnisse. Würden Sie daher, mein verehrter Herr Doctor vielleicht die Güte haben, zu gedachtem Zwecke mir gewogentlichst ein Attest zukommen zu lassen. Der Herr Musikdirector Hauptmann wird auch so freundlich sein, mir ein solches auszustellen und kann ich demnach gewiß einiger empfehlender Worte baldigst von Ihnen entgegensehen.

Hochachtungsvoll ergebenst
August Horn
(Neumarkt No 9)

Leipzig d. 30 Juni 1852.

[BV-E, Nr. 4477:] A. Horn. [beantwortet:] + [Versand:] fr.

  Absender: Horn, August (741)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (15143)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
531f.
 



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