19.12.2019

Briefe



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ID: 304 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 10.01.1852
 

Düsseldorf, den 10ten Januar 1852.
Geehrter Herr und Freund,
In Eile, aber mit vieler Freude schreibe ich Ihnen, daß eine gewiße Harfenparthie vielleicht bald in den Händen Ihrer Fräulein Braut sein könnte. Das Stück ist in der Skizze fertig, die Instrumentirung freilich noch eine bedeutende Arbeit, aber doch vielleicht in nicht zu langer Frist zu bewältigen. Ich habe im großen Feuer gearbeitet und scheint mir das Ganze von großer dramatischer Wirkung.
Dies Eine wollte ich Ihnen mittheilen – und dann das Andere, daß ich nun sehnlichst unserm Reformator entgegensehe, daß ich je eher, je lieber damit anfangen möchte, und daß Sie ihn nicht ganz vergeßen möchten.
Sein Sie vielmals gegrüßt und laßen Sie den schönen Anfang vereinter Arbeit nicht den letzten bleiben!
Ihr
ergebener
R. Schumann.

Den 22sten führen wir zum erstenmal mit Orchester die Pilgerfahrt der Rose auf. Viele Grüße auch an Wenzel.

  Absender: Schumann, Robert (14753)
  Absendeort: Düsseldorf
  Empfänger: Pohl, Richard (1194)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
391f.
 



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