19.12.2019

Briefe



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ID: 3201 Brieftext


Geschrieben am: Montag 01.12.1851
 

Verehrtester Freund,
Da ich mit dem Herrn Regisseur Genast die Hauptpunkte zur Ermöglichung einer brillanten Aufführung des Manfreds in Weymar besprochen habe, und mich mit Ihm gänzlich darüber verständiget, so bitte ich Sie, mir baldigst, entweder Ihre Original Partitur dieses Werkes, oder eine Abschrift derselben einzusenden. Wahrscheinlich wird die Aufführung mit Anfang nächsten Jahres erfolgen, und es soll mir angelegen sein eher Zeit zu gewinnen als zu verlieren.
Herrn Detz wird die Rolle des Manfred zugetheilt, und Genast übernimmt die des Abts. Für die Decorationen und Machinen besitzen wir jetz
in Herrn Händl einen sehr talentvollen und sachkundigen Mann. Senden Sie mir nur sogleich Ihre Partitur und das Übrige wird sicherlich zu Ihrer und allgemeinen Befriedigung besorgt werden.
Alles Schöne und Gute an Clara und herzlichen Dank für Ihre mir so werthe Zusendung der Sinfonie
von Ihrem aufrichtig
ergebenen Verehrer und
Freund
F. Liszt

Weymar 1sten December 1851.

  Absender: Liszt, Franz (964)
  Absendeort: Weimar
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 5
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Franz Brendel, Hermann Levi, Franz Liszt, Richard Pohl und Richard Wagner / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Thomas Synofzik, Axel Schröter und Klaus Döge / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-86846-016-2
171f.
 



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