19.12.2019

Briefe



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ID: 331 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 10.05.1839
 

Vom 10ten Mai 39.

Mein lieber Herr Becker,

Da Sie Sch. in St. erwähnen, so ist mir eingefallen, daß wir seines Lexikons als ziemlich des (in der Masse genommen) bedeutendsten literarischen Unternehmens in der letzten Zeit doch in der Zeitschrift erwähnen sollten. Haben Sie Lust zu solchem Artikel; an Stoff zu Bemerkungen müßte ja Ueberfluß da sein. Im Uebrigen ist Sch. wie Sie sagen, ein wahrhaft miserabler Mann um den wir uns eigentlich gar nicht kümmern sollten, der aber dem Publicum Sand in die Augen zu streuen versteht – und das müßte einmal gesagt werden, kurz u. bündig. Denken Sie darüber nach.
Noch Eines. Ich habe einige Freunde unsrer Zeitschrift gebeten, Sonntag über 8 Tage Hrn. Friese (früh 11 Uhr) zu einem Spaziergang abzuholen, um uns gegenseitig über die Zeitschrift, über ihr Wohl und Weh zu besprechen. Aenderungen, die wünschenswerth, vorzuschlagen und vorzunehmen pp pp. Haben Sie Lust an dem Spaziergang Theil zu nehmen?
Bitte bald um eine Nachricht
Ihrem
ergebenen
R. Schumann

Wegen der Marx’schen Compositionslehre bat ich Sie schon früher um einen Aufsatz. Haben Sie sich daran erinnert? Marx schrieb mir vor einiger Zeit und lässt Sie grüssen.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Becker, Carl Ferdinand (161)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 19
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1828 bis 1878 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86846-029-2
180ff.
 



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