25.02.2022

Briefe



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ID: 3428
Geschrieben am: Donnerstag 21.12.1848
 

Hochgeehrtester Herr Doctor!
Trotz des angestrengtesten Fleißes ist es mir nicht möglich gewesen, bis heute Morgen die Correctur Ihrer Partitur zu vollenden. Ich habe jede Mußestunde darauf verwendet, und allein gestern 11 volle Stunden daran gearbeitet; allein die Partitur wimmelt, trotz einer, wie es scheint, bereits vorgenommenen Correctur, so von Fehlern (viele von der gröbsten Sor¬te), daß mir ein ganz langsames Fortschreiten möglich, überhaupt verdop¬pelte Sorgfalt nothwendig ist. In mancher Stunde brachte ich nicht mehr als zwei Seiten |2| zu Stande. Gegenwärtig bin ich schon bis in das Finale hinein gekommen, so daß ich morgen früh ganz bestimmt, den ganzen Act Ihnen überbringen kann, zu mal da ich heute nur 3 Unterrichtsstun¬den zu geben habe, und somit viel mehr Zeit als gestern übrig behalte.
Ew. Wohlgeboren
ergebenster
ChR Pfretzschner.
Dresden am 21. Decbr. 1848.
|4| Sr Wohlgeboren
Herrn D. Robert Schumann
Große Reitbahngasse.
No. 20. 1 Treppe.
Hier.

  Absender: Pfretzschner, Christian Robert (1182)
  Absendeort: Dresden
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
962 f.

  Standort/Quelle:*) PL-Kj, Korespondencja Schumanna, Bd. 20 Nr. 3565
 
*) Die Auflösung der Kürzel für Bibliotheken und
Archive finden Sie hier: Online Directory of RISM Library Sigla
 
 



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