19.12.2019

Briefe



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ID: 3432 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 26.10.1849
 

Leipzig d. 26. Octobr. 49.

Lieber Vetter

Gestern im Concert gaben mir die Hornisten die Stimmen zurück; daher ich sie heute sogleich abschicke. Der erste Hornist machte freilich sehr große Augen und stand starr u steif vor Schreck, zur Probe will er sich bequemen; aber öffent. will er noch nicht recht sich entschließen; daß wenn es in einer Probe gut geht, dann wird er sich <auch> schon noch bequemen müßen. Die übrigen Hornisten haben freilich mehr Courage. Schicke also den Clavierauszug, <oder wenn> damit sie es zusammen einmal blasen können. Wenzel läßt Dich u Dein Clärchen herzlich grüßen und freut sich auf Eure Ankunft, eben so Reuter. Wenzel ist jetzt oft in dem Bierhouse Abends, wo ich bin u gar nicht mehr bei Poppens.- Wirsing hat Rietz wieder engagirt u bestimmte Rietz <zur> für die großen u seriösen u Lortzing für die kleinern u heitern Opern; da hat der Lortzing sich beleidigt gefühlt u um seine Entlassung gebeten.- Kein Mensch kann sich diese Thorheit u Uebereilung Lorzings erklären! Darüber mehr mündlich, wenn Du hier <> sein wirst. Deine liebe Frau besten grüßend, verharret in alter Liebe
Dein
aufricht. Vetter £.

[BV-E, Nr. 3739:] Pfund. [beantwortet:] NB. [Versand:] fr.

  Absender: Pfundt, Ernst Gotthold Benjamin (1183)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
632ff
 



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