19.12.2019

Briefe



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ID: 3433 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 10.04.1850
 

Leipzig d. 10t April 50.

Lieber Vetter

Du hast an Weissenborg geschrieben, auch ich hatte meinen Auftrag ausgerichtet, allein er war noch nicht fertig. Jetzt <ist> fehlen blos die Solo-Stimmen, die Rietz erst einfordern muß, denn die Leutchen haben schon daran studirt. Nun muß ja aber das Einstudiren unterbrochen werden, da Du alle Stimmen verlangst; ich habe schon gedacht, daß es wohl ein Irrthum ist, und daß Du nur die Orchesterstimmen haben willst. Sollte letzteres der Fall sein, so schreibe ja sogleich u das Einstudirte geht seinen Gang fort u Weissenborn würde Dir dann nur die Orchesterstimmen schicken, außerdem erhältst Du alle Stimmen, sobald Rietz die Solostimmen eingesammelt und von den Sängern zurückgefordert hat.- Von Berlin fuhr ich in Gesellschaft <des> Eures Opernregisseur Schmidt bis Röderau, wo in angenehmer Gesellschaft die Paar Stunden schnell vergingen. Schmidt kam von Schwerin u fuhr nach Dresden zurück.- Ihr hättet immer nach Leipzig kommen können, der Paulus ging erst Abends 6 Uhr an.

Herzl. Grüße an Deine liebe Clara.
Dein
aufricht. Vetter £.

Sr. Wohlgeb.
Herrn Dr. Robert Schumann
Componist
in

[BV-E, Nr. 3881:] Pfund. [beantwortet:] NB. [Versand:] fr.

  Absender: Pfundt, Ernst Gotthold Benjamin (1183)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
634f.
 



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