15.07.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 3837 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 12.05.1841
 

Mein gestrenger Herr und Richter!

Indem ich die Ehre habe, meine Noten in Ihre Hände zu legen, gebe ich mich, so zu sagen: selbst in dieselben. Allein, ich kenne diese Hände und erwarte von Ihnen Schutz und freundliche Stütze!! Ich bedaure sehr, daß ich der ungeschickteste Briefsteller auf Gottes weiter, schreiberbefruchteten Erde bin, und sonach der Wille: Ihnen meinen herzlichen Dank für Ihre Empfehlung in Leipzig zu besorgen, auf dem Papier zum kärglichsten Echo einschmilzt; gestatten Sie mir daher: bald das karge-schriftliche mündlich zu ergänzen. Ist bei Ihnen Op. 14. mit Mäcenenliebe aufgenommen: dann ist es hochbeglückt! – Ich bitte: bleiben Sie mein Gönner u. Freund!
Meinen verehrungsvollen Handkuß an Ihre Frau Gemahlin; ich aber mit verehrungsgleicher Freundschaft
Ihr
treu ergebener
Rud Hirsch

Wollen Sie nicht meine Ballade „Der Organist v. Cöln“ – durch den Abdruck in Ihrer Zeitung ehren?4 und meinen schönsten Dank dafür in Vornhinein annehmen?
Es folgen mit: Op. 1.2.3.8.10.11.12.14.15.5 – gleich nach ihrem Erscheinen sende die fehlenden;6 als ob die Erste Lieferung nicht sättigte!?

  Absender: Hirsch, Rudolf (714)
  Absendeort:
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.19, S. 558f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.