19.12.2019

Briefe



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ID: 3916 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 24.09.1851
 

Hochgeehrtester Herr
Wenn Sie Sich meiner noch erinnern, so wissen Sie, daß ich vor 10 Jahren Ihren Schutz in Anspruch genommen und auch erhalten habe. Heute komme ich wie damals, und will mich freuen, wenn es mir wieder gut geht. Einem Gerüchte zu folge gehen Sie nach Cöln, auf Hillers Stelle. – Wollen Sie, wenn dem so ist, ein gutes Wort für mich bei der Düsseldorfer Singacademie sprechen? – Wenn Sie, ich fürchte fast, von meinem Berliner musikalischen Treiben nichts wissen, so fragen Sie wohl bei guten Menschen nach mir. Selber kann ich nichts von mir sagen; vielleicht sagen Ihnen Andere Gutes über mich. Hoffen mag ich, daß Sie mich zu den Ihrigen zählen. Paradies und Peri ist auch unser Eigenthum worden.
Ihnen, geehrtester Herr und der Frau Dr Schumann die ergebensten Empfehlungen
Ihres
dankbaren
Julius Stern
Königl. Musikdirector
Berlin 24 Sept 51.
2 Hausvogteiplatz.

P.S. Ich habe in dieser Angelegenheit auch an Hr. K. M. Rietz u Hiller geschrieben.

[BV-E, Nr. 4285: –]

  Absender: Stern, Julius (1546)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (15143)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
677ff
 



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