19.12.2019

Briefe



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ID: 3937 Brieftext


Geschrieben am: Montag 08.03.1847
 

Montagfrüh d. 8t März 1847.
Verehrter Freund!
Herzlichen Dank für Ihre trefliche Sinfonie, die ich mit großer Freude und bei wiederholtem Lesen mit gesteigertem Antheil studirt habe. Sie ist schwer mit dem innern Ohr sicher zu beurtheilen. Man wird sie hören müssen, um ihr ganz gerecht zu sein. Nur der letzte Satz hat mir noch nicht ganz in’s Herz dringen wollen. – Ich hatte mich sehr gefreut, auf Ihre freundliche Einladung zu heute Mittag, auf Quartett und Trio, und auch darauf, mit Ihnen über die Sinfonie mündlich ausführlicher plaudern zu können, – leider fühle ich mich aber seit einigen Tagen, und heut ganz besonders so unwohl, daß ich zu Haus bleiben muß, um mich wenigstens für die Proben u. Aufführung der Sinfoniesoirée zu erhalten. Hoffentlich höre ich Ihr Quintett u. Clara’s Trio in Ihrem zweiten Concert. Haben Sie Zeit u. Muße, so blättern Sie ein wenig in beifolgenden Compositionen; die ich gerade zur Hand habe. Mögen Sie darin einen Fortschritt gegen früher wahrnehmen.
Mit herzlichem Gruße an Sie und Ihre liebe Frau, u. nochmaligem Bedauern, daß ich heut leider um das Vergnügen komme, Sie zu hören
Ihr
W. Taubert.
Hausvoigteiplatz 11.

Herrn Dr. Robert Schumann
Wohlg.
Hôtel du Nord.
hiebei
mehrere Musikalien.

[BV-E, Nr. 3336]

  Absender: Taubert, Wilhelm (1575)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.17, S. 717f.
 



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