19.12.2019

Briefe



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ID: 3988 Brieftext


Geschrieben am: Samstag 13.02.1847
 

Hochverehrter Freund,

Erst am Morgen nach Ihrer Abreise haben wir erfahren, daß Sie beide hier gewesen und so muß ich denn schriftlich die Bitte aussprechen, die ich mir vorgenommen mündlich an Sie zu richten, und, die darin besteht, daß Sie die große Freundlichkeit haben möchten an
Frau Assessor Witte
Rosengaße No 46.
p Stadtpost 2 Billets zur „Peri“ zu senden; –
Diese Dame, Gesanglehrerin, war meines seeligen Jettchens intimste Freundin, und ich möchte ihr und ihrem Gatten gern die Freude bereiten die Peri zu hören, da ich ihr so voller Entzücken darüber geschrieben, Witte’s leben inso äußerst beschränkten Verhältnißen, daß sie nicht daran denken können, eine solche Ausgabe zu machen, – trotzdem kann ich ihnen aber nicht gut die 2 rh zu den Billets senden, und so mögen Sie damit meine Freiheit gütigst entschuldigen! Sie thun ein gutes Werk, denn Sie bereiten zwei sehr musikliebenden Leuten einen seltenen Genuß! –
Möge es Ihnen beiden in Berlin recht wohl gehen! – Hoffendlich weilen Sie bei Ihrer Rückreise länger in Leipzig und schenken uns dann einen Mittag oder Abend – Sie würden uns dadurch recht sehr erfreuen! –
Meine Bertha grüßt Sie beide mit mir auf das Herzlichste und ich bin mit inniger Verehrung
Ihr
Voigt
Leipzig am 13 Febr 1847.

Herrn
Dr. Robert Schumann,
Wohlgeboren
aus Dresden,
abzugeben an Herrn Capellmeister
Taubert
Hausvoigteiplatz No 11.
Berlin
fr

[BV-E, Nr. 3328:] C. Voigt. [beantwortet:] + [Ver¬sand:] fr.

  Absender: Voigt, Carl Friedrich Eduard (1628)
  Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  SBE: II.15, S. 121f.
 



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