19.12.2019

Briefe



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ID: 4048 Brieftext


Geschrieben am: Donnerstag 18.11.1841
 

Verehrster [sic] Herr und Freund!
Im Begriff, nach Breslau zur Aufführung des Moses (am 3. Dezbr) zu reisen, bitte ich Sie – mit fliegender Feder, den Kompositionen des H. Heuser, der sich an Ihre Güte wenden wird, Ihre Protektion nicht zu versagen. Es ist ein junger Mann von vielversprechendem Talent und Fleiß, wie Ihnen wenigstens zum Theil seine Sendung zeigen wird. Zugleich sage ich Ihnen herzlichsten Dank für die Theilnahme, die Ihre vortreffliche Ztschft meinem Wirken erweiset. Niemand kann das Opfer, das Sie mit der Arbeit dieser Ztschft der Kunst bringen, besser würdigen, als ich, der ich gleiche Last getragen. Aber sein Sie gewiß, daß es Ihnen reich vergolten werden wird. In einer neu sich gebährenden Zeit bedarf es eines Künstlers, wie Sie, der das Neue, die Zukunft auch in sich trägt und fühlt, um sein Vorkämpfer gegen alte Faulheit u Vorurtheil zu sein. – Auch mein Moses strebt hinweg vom Todten u Schlendrianistischen. Gott behüt uns alle und stärke uns, die wir empor zur Wahrheit ringen.
Ihr Marx

18.11.41.

  Absender: Marx, Adolph Bernhard (1017)
  Absendeort: Berlin
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 17
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Berlin 1832 bis 1883 / Editionsleitung: Thomas Synofzik, Michael Heinemann / Herausgeber: Klaus Martin Kopitz, Eva Katharina Klein und Thomas Synofzik / Köln: Verlag Dohr / Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-86846-028-5
429f.
 



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