19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 4307 Brieftext


Geschrieben am: Mittwoch 08.03.1848
 

Bester H Doktor
ich bin leider für heute Abend verhindert an dem Gesangverein Theil zu nehmen fühle mich aber deshalb zu einer besondern Entschuldigung bei Ihnen gedrungen weil mir dieser Verein so sehr viel Freud und Genuß be¬reitet und dankbare Anerkennung ja der einzige Lohn ist den ein Dirigent für so viel Mühe hat.
Zugleich bin ich so frei eine Bitte zu wagen.
Wir haben nämlich seit längerer Zeit den großen Wunsch Ihr Para¬dies und Peri genau kennen zu lernen und wollten es deshalb mit einigen Freunden in künftiger Woche am Clavier |2| durchsingen; hätten Sie viel¬leicht die große Güte, bester Herr Doktor, un[s] die nöthigen Musikalien zu leihen? in den Musikalienhandlungen findet man hier fast nie was man wünscht und muß daher zu unbescheidenen Bitten Zuflucht nehmen.
In den nächsten Tagen bin ich so fr[ei] mir Ihre Antwort zu erbitten.
Mit aufrichtiger Ergebenheit, empfeh[le] ich mich Ihnen bestens
Marie Weigel.
d. 8t Maerz 48.
|4| Herrn Doktor Schumann
anbei eine Rolle.
gr. Reitbahngasse
Nro. 20.

  Absender: Weigel, Marie (1678)
Absendeort: Dresden ]
  Empfänger: Schumann, Robert (1455)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
823 f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.