19.12.2019

Briefe



Rückwärts
	
ID: 4310 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 23.07.1841
 

Lieber Herr Schumann,

Wenn Sie dieses Blatt zu Gesicht bekommen, sitze ich im Gasthofe zu Bernburg, drei Stunden hinter Cöthen. Um von Seiten der Redaction der neuen Zeitschrift für Musik unangefochten aus der Stadt zu gelangen, seh ich mich gezwungen, Ihnen mein Vorhaben einer Reise zu verheimlichen. Heute nun, Nachmittag um 2 Uhr, ist diese verschwiegene Abfahrt glücklich bewerkstelliget worden. Nachdem ich in Sicherheit, mögen Sie durch diese Zeilen meinen herzlichen Gruß empfangen, zugleich mit der Bitte, meiner Sünden forther keinen Groll auf mich zu werfen. Nach meiner Rückkunft bin ich mit Leib u. Seele der Ihrige. - Es gibt diesmal eine Harzreise. Dorthin will ich meine müden Glieder schleppen, um dort sie durch Wind, Nebel u. magere Kost bearbeiten, u. für die Strapazen des nächsten Winters gehörig in Stand setzen zu lassen.
Meine herzlichen Grüße an die Umsitzenden.
Der Ihrige
Wenzel

Herrn Dr. Rob.
Schumann
Wohlgeb.
Hier

[BV-E, Nr. 1967, dat.4 23. Juli 1841:] Wenzel. [beantwortet:] + [Versand:] d. G.

  Absender: Wenzel, Ernst Ferdinand (1690)
Absendeort: Leipzig
  Empfänger: Schumann, Robert (15143)
  Empfangsort:
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 20
Briefwechsel Robert und Clara Schumanns mit Korrespondenten in Leipzig 1830 bis 1894 / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Annegret Rosenmüller und Ekaterina Smyka / Dohr / Erschienen: 2019
ISBN: 978-3-86846-030-8
875f.
 



Wir verwenden Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten (Mehr Informationen).
Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie bitte der Cookie-Nutzung zu. Ich stimme zu.